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Die 10 besten Weingüter im Alentejo

Das Alentejo ist Portugals große Weinlandschaft im Binnenland — offene Ebenen, Korkeichensavanne (Montado), weiter Himmel und kleine, weiß getünchte Dörfer, in denen die Talha (die lokale Tonamphore) von der Römerzeit bis weit ins 20. Jahrhundert ununterbrochen zum Vergären diente. Die Moderne brachte zusätzlich Edelstahl und Eichenfässer, doch mehrere Güter setzen die Talha weiterhin ein, und das Alentejo ist zu einer der verlässlichsten Quellen portugiesischer Rot- und Weißweine im mittleren bis oberen Preissegment geworden.

Mouchão

Das älteste Referenzgut der Appellation. Der ziegelgedeckte Keller von Mouchão birgt große Eichenfuder; der Wein, überwiegend Alicante Bouschet mit Trincadeira, ist für seine außerordentliche Lagerfähigkeit bekannt. Das Gut überstand auch die Landreformen nach der Nelkenrevolution — eine seltene Kontinuität. Neben dem klassischen Mouchão führt das Gut die Linie Dom Rafael — ein zugänglicheres Bild desselben Stils, jung trinkbar, aber mit denselben Tugenden.

Esporão

In moderner Form 1970 von José Roquette gegründet, ist Esporão das größte Spitzengut des Alentejo. Bei Reguengos de Monsaraz gelegen, deckt das Sortiment alles ab — vom zugänglichen „Defesa" über die Prestige-Cuvée Esporão Private Selection bis zu mehreren lagenbezogenen Rotweinen. Auch der Weißbereich — Verdelho, Arinto und die Cuvée aus altem Antão Vaz — zählt zu den konstantesten portugiesischen Weißweinen zu fairen Preisen.

Quinta do Mouro

Kleineres Gut bei Estremoz mit Ruf für sehr langlebige, vom alten Aragonez geprägte Weine. Die Quinta do Mouro Reserva hat unter Sammlern eine treue Anhängerschaft.

Cortes de Cima

Modernes Alentejo-Gut, gegründet vom Dänen Hans Jorgensen, der sich Ende der 1980er Jahre in der Region niederließ. Der Incognito Syrah, zunächst nur unter einem generischen Etikett verkauft, weil Syrah in der DOC Alentejo noch nicht zugelassen war, wurde zu einem Aushängeschild der Region.

Cartuxa

Getragen von der Stiftung Eugénio de Almeida in Évora, mit Kellern in einem ehemaligen Jesuiten-Refugium vor den Stadtmauern. Der Pêra-Manca-Rotwein, nur in herausragenden Jahrgängen freigegeben, zählt zu den gesuchtesten Weinen Portugals; die reguläre Cartuxa-Linie zeigt denselben strukturierten, klassischen Stil.

Herdade do Rocim

Modernes Gut in der südlichen Unterzone Vidigueira, bekannt für talha-vergorene Weine unter dem Amphora-Etikett — einige der am höchsten geschätzten modernen Talha-Weine Portugals. Das Gut veranstaltet den jährlichen Amphora Wine Day.

Tiago Cabaço

Junggeneration Estremoz-Winzer, der sowohl moderne, im Eichenfass gereifte Rotcuvées als auch leichtere, aromatischere Stilrichtungen keltert. „T" Bago de Ouro und „T" Series haben sich einen Ruf für Eleganz erworben — bemerkenswert in einer Region, die für Kraft steht.

Susana Esteban

Die portugiesisch-spanische Önologin Susana Esteban betreibt ein kleines Gut in der nordalentejanischen Unterzone Portalegre, höher gelegen als das Kernland. Die Weine sind spürbar frischer und eleganter als der breite Alentejo-Stil und haben die Wahrnehmung der Region wesentlich verändert.

João Portugal Ramos

Vom gleichnamigen Önologen gegründet, der den modernen portugiesischen Spitzenweinbau wesentlich mitgeprägt hat. Die Marquês-de-Borba-Linie bleibt eine Referenz für zugängliche Alentejo-Roté und -Weiße im mittleren Segment.

Adega José de Sousa

In Reguengos de Monsaraz, seit 1986 im Besitz von José Maria da Fonseca, liegt der große Talha-Keller der Appellation — über hundert Tonamphoren vergären noch immer einen Teil jeder Ernte, ganz wie zu Römerzeiten.

Das Alentejo besuchen

Évora, Reguengos, Estremoz und Vidigueira sind die wichtigsten Ausgangspunkte. Die Region ist offen und gut ausgeschildert; die meisten Güter empfangen nach Vereinbarung, viele bieten Mittagstisch am Gut. Alle Adressen auf der interaktiven Karte — Filter auf Alentejo.